Diese Wanderung führt zu einer der beeindruckendsten archäologischen Stätten in den Alpen, die in großer Höhe liegt. Von der Berni-Hütte am Gavia-Pass folgt man dem Weg in Richtung Punta Segnale, vorbei an der Capanna Bernasconi, bis man das Gebiet erreicht, in dem einige der höchstgelegenen Felsgravuren Europas erhalten sind.
Auf einer Höhe von etwa 3.000 Metern, am Fuße des Pizzo-Tresero-Gletschers gelegen, wurden diese Felsgravuren dank des jüngsten Gletscherschwunds freigelegt und stammen aus einer Zeit vor 3.600 bis 3.200 Jahren, also aus der mittleren Bronzezeit. Die in die vom Gletscher geglätteten Felsen eingeritzten Zeichen zeugen von der Anwesenheit des Menschen im Hochgebirge seit prähistorischen Zeiten und lassen auf die Existenz einer regelrechten Felsheilstätte schließen.
Die Route bietet spektakuläre Ausblicke auf die Ortler-Cevedale-Gruppe und ermöglicht es, naturkundliches Interesse mit historischem und archäologischem Interesse im Herzen des Nationalparks Stilfser Joch zu verbinden.