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Der Weg des tausendjährigen Lärchenbaums

Routen-Details

Symbol für Routen-TypTrekking Dauersymbol0:41 h Längensymbol0.96 km Symbol für negativen Höhenunterschied243 m SchwierigkeitssymbolMittel

Sobald die Schutzhütten der Alpe Ventina erreicht sind, gibt es die Möglichkeit, eine weitere Wanderung auf dem Weg des Tausendjährigen Lärchenbaums zu unternehmen. Vom Rifugio Gerli-Porro aus lohnt es sich, weitere 200 Meter Höhenunterschied zu überwinden, um den ältesten Lärchenbaum Italiens zu bewundern, der über 1000 Jahre alt ist. Die Wanderung führt entlang eines äußerst panoramareichen Weges mit Blick auf das gesamte Becken des Gletschers. Kurz hinter der Schutzhütte Gerli, an der Kapelle der Gefallenen am Berg, zweigt ein gut markierter Pfad links vom Weg ab und schlängelt sich mit steilen und häufigen Serpentinen durch das Dickicht von Latschenkiefern, die die Südseite des zerklüfteten und steilen Geröllhangs an der Basis der Felsstrukturen des Torrione Porro säumen. Wenn sich die Steigung außerhalb der Vegetation etwas verringert, erwartet uns die Querung eines chaotischen Bandes aus rötlichen Serpentinitblöcken, auf denen man mit vorsichtigen Schritten balancierend voranschreiten muss. Die Umgebung ist rau und zugleich eindrucksvoll, und der Panoramablick ist einer derjenigen, die man als Erinnerung mit nach Hause nehmen möchte. Ignoriert man den Pfad, der links zu den Kletterrouten führt, für die der Turm berühmt ist, sowie zur neuen Klettersteiganlage, setzen wir unseren Weg nach Süden fort und betreten ein abgelegenes Tal, das zu einem lichten Wald aus Lärchen, Zirben und Latschenkiefern führt, die sich auf einem leichter zugänglichen Gelände verteilen. Die Begegnung mit einigen am Boden liegenden, seit Jahren toten, entrindeten und vom Alter vergrauten Stämmen, die in den Knoten und der Rauheit ihr hohes Alter zeigen, verrät uns, dass wir einen besonderen Bereich betreten. Und genau hier, auf 2160 m über dem Meeresspiegel, treffen wir wenig unterhalb des Weges rechts bergauf auf den großen Alten. Er ist nicht so imposant, wie man erwarten würde, vermutlich aufgrund eines wenig nährstoffreichen Bodens, und er ist auch ein wenig kahl, weil er, wie man sagt, viel durchgemacht hat, aber er ist immer noch gesund. Ihn zwischen seinen jüngeren Artgenossen zu sehen, von denen einige ebenfalls viele Jahre und Geschichte mit sich tragen, löst eine gewisse Emotion aus. Der Ort ist wild und einsam, und die Gesellschaft dieser pflanzlichen Monumente lädt zu Reflexionen über die Natur der Dinge, das Leben und die vergehende Zeit ein: eine schöne Erfahrung.

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