Die Königspitze ist einer der elegantesten und symbolträchtigsten Einserkofel der Rätischen Alpen, der sich durch eine sehr markante Pyramidenform auszeichnet.
Die Normalroute verläuft über den Südosthang, der zwar leichter zugänglich ist als die imposanten Nordwände, aber dennoch schwer und ausdauernd ist.
Vom Forni-Parkplatz aus erreicht man die Pizzini-Hütte, den klassischen Ausgangspunkt. Von hier aus steigt man in den frühen Morgenstunden über Moränen und Schutt bis zum Rand des Gletschers auf.
Nachdem man den Gletscher betreten hat, quert man zum Wandfuß und steuert auf eine deutlich versunkene Rinne zu: den so genannten "Collo di Bottiglia". Dieser ca. 150-200 m lange Abschnitt hat steile Hänge (bis zu 45-50°) und ist eine der Schlüsselpassagen der Route.
Nach der Rinne erreicht man einen Sattel, von dem aus sich die große Schneeschaufel zum Gipfel hin öffnet. Danach geht es über einen breiten Gletscherhang mit konstantem Gefälle (ca. 40°) in Richtung des oberen Teils des Berges.
Im letzten Abschnitt nimmt die Steigung zu und man erreicht den Gipfelgrat, der vor allem auf der Nordseite scharf und ausgesetzt ist. Von hier aus führt ein kurzes Stück in der Luft zum Gipfelkreuz (3851 m).
Der Abstieg erfolgt auf demselben Weg.