Eine Route für erfahrene Wanderer, die die Pfade nachzeichnet, die im 19. Jahrhundert von Bergleuten benutzt wurden, sowie die Militärstraßen aus dem Ersten Weltkrieg.
Ausgehend von der Kirche S.Erasmo, die auf die Seen von Cancano blickt, folgt man der Schotterstraße, die zum Gebiet von Solena führt, wo sich ein Picknickplatz befindet. An der Kreuzung nimmt man die absteigende Straße zum Tal von Fraele, lässt dabei den Weg links liegen, den wir auf dem Rückweg nehmen. Man folgt dem Weg für 2 km, überquert dabei auch eine kleine Brücke über das Schmelzwasser des Val Forcola, bis man links den Anfang des Weges „Troi di Strosc“ findet. Eine Reihe von Kehren, die die südwestliche Flanke des Monte Pedenolo hinaufführen, welcher in den letzten Jahren von einigen engagierten jungen Einheimischen instand gesetzt wurde. Nach einem Aufstieg von etwa 500 m Höhenunterschied stürzt der Weg auf die herrlichen Weiden von Pedenolo mit einer spektakulären 360-Grad-Aussicht. Ein idealer Blick auf das Becken von Bormio, den Cima Piazzi, die Seen von Cancano, den Monte Schumbraida und das Braulio-Tal mit den Kehren des Stelvio. Nach einem Abschnitt auf den Weiden, bei konstantem Niveau und auf dem breiten Kamm, nimmt man den Weg Pian Pedenolo - Bocchetta Pedenolo. Ein Abschnitt des Weges, der nicht immer in idealem Zustand ist, überquert die Südflanke von Pedenolo. Auf dem Weg trifft man auch auf den Eingang der alten Eisenerzminen, die im 19. Jahrhundert genutzt wurden. An der Bocchetta di Pedenoletto angekommen, kehrt man ins Val Forcola zurück und nach einem flachen Abschnitt und einem letzten kurzen Anstieg erreicht man die Kaserne von Forcola und die Bocchetta di Forcola, den Schauplatz der Schützengräben aus dem Ersten Weltkrieg. Der Blick auf das Becken der Terza Cantoniera und den Stelvio-Pass ist unbezahlbar. Vom höchsten Punkt der Wanderung beginnt der lange Abstieg durch das Tal, umgeben von den imposanten Dolomitenwänden von Pedenolo und der strengen, aber zugleich majestätischen Präsenz des Monte Schumbraida. Vorbeigehend an der Malga di Forcola und dem Gebiet der Fornelle kehrt man bequem nach Solena und von dort zur Kirche S.Erasmo zurück.