Der Anstieg beginnt an der Abzweigung der Provinzstraße von Trivulza (km 11,6), kurz vor der Brücke über den Bach Crezza, wo wir nach rechts in Richtung Coloredo und Menarola abbiegen und das Abenteuer beginnen. Die erste Etappe führt am kristallklaren Wasser der Crezza entlang, die aus dem Valle della Forcola herabfließt und bei jeder Kurve neue, eindrucksvolle Ausblicke bietet.
Die Route führt durch die charakteristische, verstreute Gemeinde Menarola, ein Kleinod mit nur 43 Einwohnern, das sich seine verstreute Seele bewahrt hat: Anstelle eines städtischen Zentrums schlängelt sich eine Konstellation von Weilern am Berghang entlang. Die Route berührt echte Perlen der Alpen: Motto (km 2,5), Gradisello (km 3,1), das einsame Rathaus (km 3,5), Castanedi (km 5,0) mit seiner eindrucksvollen Kirche der Schmerzensmutter, Foppo (km 8,5) und schließlich Voga (km 9,5).
Der Straßenbelag ist ein Mosaik aus verschiedenen Zuständen: Er ist größtenteils in Ordnung, erfordert aber auf den kurzen, unebenen Abschnitten, die besonders bei der Abfahrt gefährlich sind, höchste Vorsicht. Die letzten anderthalb Kilometer sind ein echter Test für technisches Geschick, denn der Asphalt ist verschlissen und die Abflussrinnen aus Beton sind heimtückisch.
Die schmale Fahrbahn ab dem Weiler Coloredo macht das Überqueren zwischen den Fahrzeugen zu einem heiklen Manöver, das glücklicherweise durch den fast nicht vorhandenen Verkehr ausgeglichen wird. Die Strecke schlängelt sich mit insgesamt 29 Kehren (25 bis Voga, 4 im letzten Abschnitt) entlang der Kilometermarkierungen der SP 3 'di Menarola' bis zum Rathaus.
Die Wälder spenden wertvollen natürlichen Schatten: Kastanienwälder in den ersten Abschnitten gehen in den höheren Lagen in Lärchen und Birken über, die einen grünen Tunnel bilden, der vor der Sommersonne schützt. Das Gebiet ist reich an reinen Wasserquellen.
Das natürliche Ende des Aufstiegs ist die Ortschaft Voga (1057 m), die bei Kilometer 9,3 erreicht wird, wo sich ein Panorama von seltener Schönheit eröffnet: Rechts erstreckt sich die Chiavenna-Ebene bis zum Lago di Novate Mezzola, im Vordergrund erhebt sich der imposante Pizzo di Prata, während links die Gipfel des Bergells einen Alpenhorizont wie aus dem Bilderbuch zeichnen.
Für die Entschlossenen führt ein abschließender Anhang (für unbefugten Verkehr gesperrt) zum Maggenghi auf 1.200 m Höhe, der ein noch exklusiveres Nachspiel dieses versteckten Juwels der Rätischen Alpen bietet.